Franck Areal – Ziele

Projekt NEULAND

Aufgrund der zen­tra­len Lage erge­ben sich mit der Entwicklung des Franck-Areals gro­ße Chancen für die Stadtentwicklung. Mit dem Kauf des nörd­li­chen Teils des ehe­ma­li­gen Produktionsgeländes will die Stadt Ludwigsburg ent­schei­den­den Einfluss auf die­se Entwicklung neh­men.
Mit dem Projekt NEULAND öff­ne­te die Stadt Ludwigsburg im Herbst 2021 gemein­sam mit der Wüstenrot Stiftung das ehe­ma­li­ge Industrieareal der Firma Franck erst­mals für alle Interessierten.
Künstlerinnen und Künstler, Expertinnen und Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, sowie Akteure aus den Bereichen Kultur und Stadtplanung ent­war­fen Perspektiven und Bezüge. Sie schaff­ten Zugänge und befrag­ten Räume, such­ten nach Spuren und künst­le­ri­schen Potenzialen der leer­ste­hen­den ehe­ma­li­gen Produktionsstätte des berühm­ten Caro-Kaffees. Eine Collage spie­gelt die ers­ten Eindrücke und Nutzungsideen des Publikums wider.

5 Ziele für die Zukunft

 

1. Die Mischung machts – Leben, Arbeiten und Wohnen mit­ein­an­der verbinden.

Direkt am Ludwigsburger Bahnhof bie­tet sich die Gelegenheit, ein neu­es und ein­zig­ar­ti­ges Stadtquartier zu schaf­fen. Die durch die ehe­ma­li­gen Industriegebäude gepräg­te hohe Dichte ver­bun­den mit einer Vielfalt an künf­ti­gen Nutzungen sind bes­te Zutaten für ein urba­nes und krea­ti­ves Stadtquartier mit einer eige­nen, orts­be­zo­ge­nen Identität. Ein Mix aus Gewerbe, Arbeiten, Gastronomie, Freizeit, Kultur und urba­ne Wohnformen spart Platz und sorgt für kur­ze Wege an einem der zen­trals­ten Orte Ludwigsburgs.

    2. Lebendig und attrak­tiv für Ludwigsburg und Umgebung

    Mit täg­lich über 50.000 Pendlern ist der Bahnhof ein regio­nal wich­ti­ger Knotenpunkt und einer der größ­ten Bahnhöfe im Land. In direk­ter Nachbarschaft zählt das Franck-Areal als Verbindungsgelenk zwi­schen Innenstadt und Weststadt zu den meist­fre­quen­tier­ten Bereichen der Stadt. Was fehlt Ludwigsburg? Was wür­de Ludwigsburg berei­chern? Hier sol­len leben­di­ge Nutzungen ent­ste­hen, wel­che die Attraktivität der Stadt nach innen und außen stär­ken. Die Angebote der Innenstadt sol­len sinn­voll ergänzt wer­den ohne Konkurrenzen zu schaf­fen. Welche Angebote wer­ten das Bahnhofsumfeld auf und sor­gen für Begegnung und Belebung viel­fäl­tigs­ter Nutzerkreise rund um die Uhr?

      3. Geschichte und Identität bewahren

      Die Fassade und prä­gen­de Silhouette der Fabrikanlage ist vom Bahnsteig aus gese­hen all­seits bekannt. Die dahin­ter befind­li­chen Gebäude und Industrieanlagen hin­ge­gen ver­ber­gen archi­tek­to­ni­sche Zeugnisse von 150 Jahren Zichorienkaffee-Produktion in Ludwigsburg. Das unter Denkmalschutz ste­hen­de Gebäude und die beson­ders erhal­tens­wer­ten und iden­ti­täts­stif­ten­de Gebäude machen die Besonderheit des Ortes aus und prä­gen die urba­ne Dichte und Hofstruktur des Standorts. Die his­to­ri­sche Bedeutung des Ortes soll erhal­ten und an künf­ti­ge Generationen über­lie­fert wer­den. Die ehe­ma­li­ge Rösterei (Gebäude 80) und das ehe­ma­li­ge Laborgebäude (Gebäude 79) hin­ge­gen bie­ten Spielräume für eine behut­sa­me Neuordnung.

        4. Neuer Raum für neue Impulse

        Industriebrachen zie­hen krea­ti­ve Nutzungen, Innovationen und neue Formen des Arbeitens an. Die direk­te Nähe zum Bahnhof, dem Gewerbegebiet Weststadt sowie der beson­de­re urba­ne Charme des Geländes spre­chen für sich. So fin­den sich bereits für die Zwischennutzungsphase zahl­rei­che Nutzer aus der Kreativ- und Start-Up-Branche, um das ehe­ma­li­ge Laborgebäude mit Leben zu fül­len. Als Experimentierfeld für inno­va­ti­ve Branchen, krea­ti­ve Nutzungen und Unternehmensgründungen soll das Areal neue Impulse für die gesamt­städ­ti­sche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts setzen. 

          5. Ein Ort für Begegnung und Bewegung

          Die Zukunft der Mobilität erhöht den Druck auf die bestehen­de Infrastruktur. Der Ludwigsburger Bahnhof und sein Umfeld müs­sen neu gedacht und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Anlässlich der Neugestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) kön­nen die Verkehrsfunktionen am Bahnhof opti­ma­ler orga­ni­siert und somit die Situation für alle Verkehrsteilnehmer ver­bes­sert wer­den. Die Anbindung an eine zwei­te Bahnhofsunterführung, die Stärkung des Hol- und Bringverkehrs am Westzugang des Bahnhofes, genü­gend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, E‑Scooter und mehr attrak­tiv und bar­rie­re­frei gestal­te­te Aufenthalts- und Bewegungsflächen machen das Franck-Areal zu einem wich­ti­gen Teil des Bahnhofs, der zen­tra­len Ludwigsburger Mobilitätsdrehscheibe.

            Schritt für Schritt zum richtigen Konzept für den Standort

            Die ZwischenZeit soll genutzt wer­den, um das pas­sen­de Konzept für den Standort zu ent­wi­ckeln. Es bie­tet sich hier­bei die ein­zig­ar­ti­ge Chance, einen bis­her fast unbe­kann­ten Stadtraum neu zu erfin­den. In der ZwischenZeit zieht mit den Zwischennutzern auch neu­es Leben auf das Areal. Gleichzeitig kön­nen im Sommer 2022 ers­te Nutzungsideen direkt vor Ort aus­pro­biert wer­den. Dann wol­len wir die Ziele und Vorstellungen für die Zukunft des Franck-Areals gemein­sam mit Politik, Bürgerschaft und Verwaltung wei­ter schärfen.

            Dein Feedback zu den 5 Zielen für die Zukunft:

             

            • Die Mischung machts – Leben, Arbeiten und Wohnen mit­ein­an­der verbinden
            • Lebendig und attrak­tiv für Ludwigsburg und Umgebung
            • Geschichte und Identität bewahren
            • Neuer Raum für neue Impulse
            • Ein Ort für Begegnung und Bewegung
            2. Sind mit den fünf Zielen die rich­ti­gen Ziele für die Zukunft gesetzt?